ROVER on tour 2010

19.09.2010

Mistral im Löwengolfunser unruhiges AnkerfeldSonntagslektüreBaie de GirulataGirulatakorsische NatursteinmauerSonntagnachmittagsausflug auf dem GR20

Das hatten wir uns anders vorgestellt: unsere nette stille Ankerbucht von Girulata verwandelte sich im Laufe der Nacht in einen brodelnden Hexenkessel, der die Boote tanzen und die Muringleinen ächzen ließ. Eine Mistralwetterlage im Golf de Lion sorgte für reichlich Wind und Schwell aus West, der uns fast aus der Koje warf. Den Großteil des Tages verbrachten wir damit, zu warten, bis die Verhältnis sich soweit beruhigt hatten, dass wir mit dem Dinghi an Land rudern konnten, um mal wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Auch der schien allerdings zu schwanken. Morgen wollen wir von hier aus direkt zurück ans französische Festland, ca. 22 Stunden Fahrt. Wir melden uns, wenn wir wieder können.

18.09.2010

Hafen von Cargèse blaues Meer auf dem Weg nach Girulata

Gemütliches Hinübergleiten von Cargèse nach Girulata (siehe Kartenmarkierungen auf dem Link “Rovermap”). Teilweise ist sogar ansatzweise Segeln möglich, dann aber wieder eher doch nicht. Das Wetter hat etwas umgeschlagen, Wolken etc. sind wir einfach nicht mehr gewöhnt. Abends regnet es sogar,  allerdings recht warm. Die Luft riecht erdig und nach feuchten Pinien, als wir unsere abendliche Runde ums Schiff drehen. Die Wettervorhersagen sind wankelmütig. Wir brauchen noch ein akzeptables Wetterfenster für die Überfahrt von Korsika ans französische Festland.

17.09.2010

Nachbarn in Ajaccio

Endpunkt der gestrigen Segeltour, die teilweise in lästige Schleuderei ausartete, war die große Stadt Ajaccio (sprich Adschackssio o.ä.). Nachdem wir das uns im Hafenbecken entgegenstartende Wasserflugzeug verdaut hatten, erkannten wir die Hochhausfront dahinter als Kreuzfahrtschiff “Independence of the Seas”. 15 Decks, 3600 Passagiere, 1365 Mann Besatzung, 338 m lang, mit Kletterwand, Eislaufbahn und Minigolfanlage. Was will man eigentlich mehr? Oder etwa weniger? Die Stadt entpuppte sich als kuscheliger als erwartet, wir fühlten uns ganz wohl. Auf dem Nachbarboot lernten wir Sabina und Stefan aus Basel kennen, die gerade von einer 10-jährigen Weltumsegelung zurück sind. Sie waren monatelang auf einsamen Atolls im Pazifik, wo (noch) keine Independence of the Seas hinkommt. Heute gings dann etwas ruhiger weiter an der spektakulären Felsküste entlang nach Norden bis in den kleinen Hafen von Cargèse. Nur eine Handvoll Boote und gute Livemusik, die in der ganzen Bucht zu hören war und schließlich auch uns in die Kneipe lockte.

15.09.2010

Kap nördlich Olbia/Sardinien endlich mal wieder richtig segeln!

Wir sind zurück in Frankreich, sprich Korsika. Eine geschützte Ankerbucht nördlich von Bonifacio kam uns am Ende des Segeltages sehr gelegen. Die berüchtigte Straße von Bonifacio war gnädig mit uns. Anders als gestern, als wir von Olbia/Sardinien wieder auf Nordkurs gingen. Bis zu 2,5 m hohe Dünung, Windstärke 6, und wir mussten (natürlich) gegenan. Nach solchen Eskapaden ist das Schiff total salzverkrustet. An Bord alles wohlauf und munter. Wir rechnen damit, in den nächsten Tagen Marysol wieder zu treffen, die gerade Korsika von Norden her aufrollen.

12.09.2010

La MaddalenaLa Maddalena mit AndersCala Coticcio

La Maddalena: unsere erste Stadt in Italien. Wie aus dem Bilderbuch: Vespas knattern, Fiats hupen, Glocken läuten, Carabinieri stolzieren vorbei, Siesta von 12 bis 17 Uhr. Und wir mittendrin. Der Höhepunkt des öffentlichen Lebens scheint ab 23 Uhr zu beginnen. Vorher ist es einfach zu heiß. Ich muss unbedingt Italienisch lernen. Anders und Britt-Marie sind heute morgen dann zum großen Schlag rüber ans ialienische Festland gestartet. So tingelten wir heute allein durch das Maddalena-Archipel bis nach Porto Cervo. Geblieben sind wir dort nicht, denn Boote unter 20 Meter haben hier nicht wirklich eine Existenzberechtigung. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, eine geschützte Ankerbucht ohne Schwell und fiese Unterwasserfelsen zu finden, landen wir schließlich in der Cala Volpe und alles ist gut.

10.09.2010

Isla Lavezzi Ankern vor Isla Lavezzi

Heute gings zunächst zu der (französichen) Insel Isla Lavezzi, wo wir uns in eine postkartenschöne Ankerbucht quetschten, zum Baden und so. Als es uns dann doch langsam zu voll wurde, flohen wir nachmittags über die Straße von Bonifacio in das (italienische) Maddalena-Archipel, wo wir in einer Bucht von Isla Santa Maria schon von   der Reginan erwartet  wurden. In der Straße selbst stand noch  eine beeindruckende langsame Dünung, so hoch, dass man im Wellental die nahe Küste nicht mehr sehen konnte.

09.09.2010

gegenan Bonifacio schöne Aussichten 

Wir sind (immer noch) in Bonifacio an der Südspitze Korsikas. Der Weg hier runter war ein bißchen zum Abgewöhnen. Da die Windvorhersagen eine große Ungenauigkeit aufweisen, sahen wir uns unerwartet mit einem Gegenwind Stärke 5 bis 6 konfrontiert, was zu ruppigen Schiffsbewegungen und erbärmlich langsamem Vorwärtskommen führte. Irgendwann hatten wir aber eine akzeptable Kombination von Geschwindigkeit, Segelfläche, Motorleistung und Kurs gefunden. Die Lage von Bonifacio ist schlichtweg abenteuerlich. Am Ende eines engen Fjords gelegen und umgeben von steilen Felsen hatten wir einen geschützten Ort gefunden, um die angekündigte Starkwindphase auszusitzen. Diese hält gerade (Donnerstag abend) noch an, soll aber heute nacht aufhören. Wir haben schon ausgecheckt und wollen morgen über die kleinen Inseln in der Straße von Bonifacio rüber nach Sardinien, wo Britt-Marie und Anders von der Reginan schon auf uns warten. Heute morgen war ich noch oben im Mast, um die Befestigung der UKW-Antenne nachzuziehen. Schöner Blick über einen fantastischen Ort! Im Übrigen haben wir uns entschieden, das Boot am 27.September in Port Napoleon an der Rhonemündung zur Überwinterung an Land zu setzen, sodass wir jetzt noch gut 2 Wochen haben, um dorthin zu kommen.

06.09.2010

p1050462.JPGp1050450.JPGdie schwedische Reginanp1050469.JPGp1050454.JPGp1050466.JPGendlich Segelnmouillage organiséGirulata

Segeln an der Westküste Korsikas

04.09.2010

freies MeerSonnenuntergang auf SeeSonnenaufgang über KorsikaLandfall in die Bucht von CalviCitadelle von Calviunser Liegeplatz unterhalb der Citadelleaufgefischter FenderAnkerfeld Calvi/KorsikaRover mediterranHafen Calvi

Wir sind in Korsika! Gestern vormittag noch schnell das Dinghy an Deck verstaut, optimistischerweise die Windselbststeueranlage klargemacht und dann Anker auf! Wieder mal wenig bis kein Wind, der Motor lief die ganzen 115 Meilen. Ein bisschen Alibi-Segelhochziehen dazwischen. Zunächst noch deutliche alte Dünung aus Nordost, ohne Segel eine schaukelige Angelegenheit. Später dann ruhiger. Unglaubliche Milchstraße. Der Viertelmond kam erst um 2 Uhr morgens. Zwei, drei Boote liefen in einigem Abstand parallel, gute Gelegenheit, mit dem Radar zu spielen. Navigation in Zeiten  von GPS kein Problem, der Wegepunkt vor Calvi erlaubt eine Punktlandung. Alle zwei Stunden machen wir Wachwechsel, sodass beide ein bisschen Schlaf kriegen. Dann gegen 0700 Uhr Sonnenaufgang über der felsigen Skyline von Korsika und um 0820 sind wir fest im Hafen. Richtig rückwärts an die Pier mit Mooringleinen, wie im Mittelmeer üblich. Calvi ist zwar sehr touristisch, aber eben auch sehr schön mediterran, wie im Bilderbuch! Die alte verwinkelte Zitadelle gestattet einen weiten Blick in diese Szenerie. Wir liegen wieder zusammen mit der schwedischen Reginan und gehen mit Britt-Marie und Anders abends vorzüglich speisen. Sie sind auf dem Weg nach Malta, wo sie ihr Renterleben beginnen wollen. Calvis Nachtleben scheint rege zu sein, aber die Discomusik hindert uns nicht, Schlaf nachzuholen.

02.09.2010

unser Begleitboot “Reginan”Ankerbucht PorquerollesRover im AnkerfelddowntownWindlooperPorquerollesdie SteuerfrauDinghy-Anleger Porquerolles

Das bißchen Wind, was war, kam daher, wo wir hin wollten. Also wieder mal M.S. Rover. Aber super Ankerplatz vor derInsel Porquerolles, zusammen mit der schwedischen Reginan von Britt-Marie und Anders. Ausführliche Schlauchbootabenteuer mit unserem altersschwachen 2 PS Yamaha. Morgen solls rüber nach Korsika gehen, d.h. Nachtfahrt. Wir melden uns, sobald wir wieder online gehen können. Aktuelle Positionsmeldungen versuchen wir unter “Rover map” zu geben (siehe Link).

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